Wo geht´s lang, GIRLS?

Lesetipp von Martha, 12 Jahre:

MinteKoenig_Girls_29.inddEigentlich sollte Lotte glücklich sein, denn seit ihre Eltern sich getrennt haben, hat sie fast alles doppelt: zwei Zimmer, zwei Haustiere, zwei Kleiderschränke und sogar zwei beste Freundinnen. Stine und Hanna beneiden sie zwar um ihr tolles Doppelleben, wollen ihr aber auch bei der Wiedervereinigung ihrer Eltern helfen. Doch das Projekt wird gestört als die eigensinnige, wie seltsame Céline in ihre Klasse kommt und den Mädels ein Rätsel aufgibt …

„Wo geht´s lang, GIRLS?“ ist ein durchschnittliches Mädchenbuch. Es wird aus der Sicht der 11-jährigen Lotte erzählt, weswegen kann ich mich gut in Lottes Gefühle und Gedanken hineinversetzten kann.

Der Klappentext ist zwar schön geschrieben, jedoch weckt er falsche Erwartungen über das Buch, denn es geht in Lottes Geschichte weniger um die Wiedervereinigung der Eltern, als um die neue Mitschülerin.

Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es eine Art Traum von Lotte, der in der Welt ihres Lieblingsfilmes „Elysium“ stattfindet. Ich finde diese Träume komplett irrelevant, da sie nichts mit der wirklichen Handlung des Buches zu tun haben.

Man sollte das Buch lesen, wenn man zwischen 9 und 11 Jahren ist. Lotte ist mir zwar sympathisch,  lässt sich nur leider öfters von ihren Freundinnen umstimmen, etwas nicht zutun, wenn sie eine gute Idee hat. Mir ist das Buch einfach zu kindlich, aber ich bin mit meinen 12 Jahren wahrscheinlich auch nicht ganz die Zielgruppe.

Wo geht’s lang, GIRLS?, Bianka Minte-König, planet girl, ISBN: 978-3-522-50447-8, 10 bis 13 Jahre, 9,99 Euro.

Bewertung:

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Das Buch kann in der Stadtbücherei Bornheim ausgeliehen werden!

Djihad Paradise

Lese-Tipp von Lea, 15 Jahre:

Cover DjihadEs ist eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, aber nicht von Romeo und Julia, sondern von Romea und Julian. Die beiden wollen zusammen abhauen, denn es hält sie nichts mehr in ihrem alten Leben. Doch nachdem Julian im Gefängnis landet, gerät er immer tiefer in die Fänge des Islamismus.

Das Buch ist sehr einfach durch die Jugendsprache zu lesen. Ich finde die Geschichte gut und spannend, denn sowas liest man normalerweise nicht.

Das Buch regt viel zum Nachdenken an, denn es ist ein spannendes und aktuelles Thema. Das  fand ich besonders gut an dem Buch.

Es wurde abwechselnd aus der Sicht von Romea und Julian geschrieben. Das konnte man leicht erkennen, denn ein Wechsel wurde durch R oder J deutlich. Dadurch, dass es aus beiden Sichten beschrieben, wird weiß man immer wie die Person es wahr nimmt und wie sie sich dabei fühlt. Die Charaktere sind ganz nett, aber ich fand, dass diese nicht gut genug ausgearbeitet waren. Das fand ich sehr schade.

Ich empfehle das Buch Leuten, die gerne mehr über den Islam erfahren wollen oder die gerne mal eine außergewöhnliche Liebesgeschichte lesen wollen.

Djihad Paradise, Anna Kuschnarowa, GULLIVER von BELTZ und Geldberg, ISBN: 978-3-407-74658 , ab 14 Jahren, 8,95 Euro.

Bewertung:

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Das Buch kann in der Stadtbücherei Bornheim ausgeliehen werden!

Nur drei Worte

Lesetipp von Lucia, 16 Jahre

Cover Nur 3 WorteSimon kennt Blues Charakter, er weiß, dass sie beide 17 Jahre alt sind und auf dieselbe Schule gehen, doch er weiß nicht, wie Blue wirklich heißt. Seid die beiden sich im Internet kennen gelernt haben, tauschen sie sich in Emails über die persönlichsten Dinge aus und Simon merkt, dass er mehr als nur Freundschaft für Blue empfindet. Sie sind beide schwul, aber davon weiß bis jetzt noch niemand, nicht einmal ihre Familien und ihre engsten Freunde. Doch dann gerät eine der E-Mails in die falschen Hände …

Natürlich geht es in dem Roman um das Thema Homosexualität, aber vor allem geht es um  Liebe, ums Erwachsenwerden und um Toleranz in der Gesellschaft. Auf den ersten Blick hält man „Nur drei Worte“ für einen gewöhnlichen Liebesroman zwischen einem Mädchen und einem Jungen. Denn Blue ist nur ein Deckname in den E-Mails, der genauso gut zu einem Mädchen gehören könnte. Nur das Titelbild, auf dem zwei blaue Figuren auf einer Schaukel zu sehen sind, deutet darauf hin, dass der Roman von zwei Jungen handelt.

Die Kapitel bestehen abwechselnd aus versendeten E-Mails und Erlebnissen, über die Simon aus der Ich-Perspektive berichtet. Dadurch kann man sich sehr gut in ihn hineinversetzen und mit ihm mitfühlen. Auch die anderen Charaktere hat Becky Albertalli sehr individuell ausgearbeitet, sodass man jeden von ihnen genau kennen lernt.

Simon ist ein eher zurückhaltender, aber dafür ehrlicher und liebenswürdiger Junge. Er lebt mit seinen Eltern und seinen Schwestern Nora und Alice in Creekwood in den USA und geht dort auf die High-School. In seiner Freizeit spielt er begeistert Theater und trifft sich mit seinen Freunden Leah, Abby und Nick. Seine E-Mails schreibt er unter dem Decknamen Jaques. Er beschreibt Blue als witzig, intelligent und ebenfalls zurückhaltend.

Dem unkomplizierten, anschaulichen Schreibstil der Autorin kann man gut folgen. Sie schreibt nicht kitschig, sondern lebendig und emotional. Was ich gut fand: Auch wenn Simon und Blue vor ganz besonderen Problemen stehen, ist ihre Geschichte doch eine ganz normale, besondere Liebesgeschichte.

Nur drei Worte, Becky Albertalli, Carlsen, ISBN: 978-3-551-55609-7, ab 14 Jahren, 16,99 Euro.

Bewertung:

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Julius Zebra- Raufen mit den Römern

Lese-Tipp von Claire, 12 Jahre:

Julius Zebra - Raufen mit den Roemern von Gary NorthfieldJulius ist ein Zebra das zu der Zeit von Julius Caesar lebt. Eines Tages fällt er mit einem Warzenschwein in ein Loch. Sie werden von Römern nach Rom gebracht. Dort sollen Gladiatoren sie in der Arena töten, doch das Zebra wehrt sich. Das gefällt dem Publikum und ermöglicht Julius und seinen Freunden eine Gladiatorenausbildung. Doch wie kann er wieder zurück zu seiner Familie kommen? Wird er überhaupt die gefährlichen Gladiatorenkämpfe überleben?

Das Buch ist aus der Perspektive des Zebras geschrieben. Das finde ich gut, denn so erfährt man wie das Zebra denkt und fühlt. Das Zebra ist eigenwillig und witzig. Da Julius noch jung ist, ist er auch unerfahren, dies bringt ihn manchmal in verhängnisvolle Situationen.

Das Buch ist ein Abenteuer-Roman für Kinder, die gerne spannende und witzige Geschichten lesen.

Um manche der Witze zu verstehen, sollte man ein paar Vorkenntnisse zu dem alten Rom haben.

Das Cover gefällt mir am Buch besonders gut. Es zeigt Julius in Gladiatorenrüstung im Kolosseum. Das Cover passt gut zum Buch.

Das Buch ist witzig und sehr einfach durch die vielen Bilder zu lesen.

Julius Zebra- Raufen mit den Römern, Gary Northfield, cbt, ISBN: 978-3-570-16392-4, ab 9 Jahren, 10,99 Euro.

Bewertung:

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Das Buch kann in der Stadtbücherei Bornheim ausgeliehen werden!

The Perfect

Lese-Tipp von Lara, 15 Jahre:

Cover The PerfectFür Jazz ist das Casting nur ein Spiel. Nur eine Chance, ihrer besten Freundin unter die Arme zu greifen. Doch dann geschieht es: eine der Bewerberinnen kommt um und Jazz muss sich fragen, was dieser mysteriöse Adam C Oulay wirklich von ihr will.

Jazz und ihre beste Freundin Leena bewerben sich für ein Casting, dass einen Geschäftspartner ‘Und vielleicht sogar mehr’  für den Geschäftsführer einer Modebranche, Adam C Oulay, sucht. Leena kann ihr Glück nicht fassen, dass gerade sie und Jazz aus den hunderten an Bewerbern in die zweite Runde gewählt werden. Jazz ist da eher skeptisch aber um Leena zum Sieg zu verhelfen und sie zu beschützen würde sie beinahe alles tun. Allerdings ist die nächste Runde des Castings knallhart und auch leicht komisch. Die Mädchen bekommen fast nichts gesagt und der Kontakt zu ihren Freunden und der Familie ist stark begrenzt. Jazz muss sich fragen: Ist es das wert?

Als ich das Cover gesehen habe, hätte ich das Buch freiwillig nicht in die Hand genommen. Darauf sieht man das Gesicht eines Mädchens, dass von Buchstaben überdeckt wird und das Wort ‘Perfect’, also den Titel des Buches ergeben. Die Farben sind meiner Meinung nach wirklich nicht schön und beißen sich mit den Haaren und den Augen des Mädchens. Auch der Klappentext war meiner Meinung nach irrleitend. Ich habe einen ganz anderen Eindruck vom Buch bekommen, als es wirklich ist. Das Buch selber hat mir sogar besser gefallen als ich nach den Cover befürchtet hatte. Die Geschichte von Intrigen und Geheimnissen ist sogar ziemlich spannend. Der Leser wurde bis zuletzt im Dunkeln gelassen, was einen erwarten lässt, welche Geheimnisse sich wohl noch hinter der Fassade von Oulay’s befinden. Allerdings gab es auch einige Szenen und Beziehungen bei denen ich mich gefragt habe, ob das jetzt nötig gewesen wäre. Es hat nichts an der Geschichte verändert und höchstens einen Charakterzug von dem Antagonisten betont, was man aber auch auf eine andere Art und Weise hätte machen können.

Ich empfehle Kindern unter Vierzehn das Buch eher nicht, aber sonst ist es vor allem für Mädchen, die sich für Mode interessieren, spannend. Allerdings darf man keine große Detektivgeschichte erwarten, eher ein ‘durch den Fall rutschen’ der Protagonistin.

The Perfect, Patricia Schröder,Coppenrath, ISBN: 978-3-649-66783-4, 14-17 Jahre, 17,95 Euro.

Bewertung:

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Maggie und die Stadt der Diebe

Lese-Tipp von Lina, 13 Jahre:

Cover MaggieDie Slums von New York, 1870: Warum sind diese Männer hinter ihr her? Maggie flieht vor ihren Entführern zu den 40 Little Thieves, einer Diebesbande. Doch dort holt ihre Vergangenheit sie wieder ein. Was bedeutet der Glockenturm? Wer sind die Leute, deren Name immer wieder fällt? Gemeinsam mit ihren neuen Freunden versucht sie, ihrer Vergangenheit auf den Grund zu gehen. Dabei kann ihr aber nur einer helfen: der sagenumwobene Herrscher der Unterwelt. Aber ihn hat noch niemand je gesehen. Bei ihrer Suche erfährt Maggie Schreckliches …

Das Buch gefällt mir sehr gut, weil ich mit Maggie immer tiefer in ihre Welt eindringen möchte. Ich habe dabei immer neue Sachen erfahren. Jede Frage wirft neue Fragen auf – und ebenso die Antworten. Das Buch ist nicht zu lang, aber es reicht für alle Antworten.

Maggie und die Stadt der Diebe, Patrick Hertweck, Thienemann, ab 12 Jahren, ISBN: 978-3-5221-8403-8, 14,99 Euro.

Bewertung:

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Mind Games

Lese-Tipp von Lara, 15 Jahre:

In einer Zukunft, in der fast alles digital abläuft, gehört Luna zu den wenigen, die sich gegen die Virtuelle Welt wehrt. Doch dann wird sie für einen Test ausgewählt und plötzlich steht alles Kopf. Sie begibt sich in diese Welt, in der anscheinend nichts so ist, wie man denkt, und muss sich entscheiden, auf wessen Seite sie steht. Doch wem kann man in einer Welt vertrauen, die nur eine Illusion ist?

Cover Mind-GamesIn Lunas Welt hat man kaum eine Chance, wenn man sich dem System verweigert. Es scheint fast so, als wäre die Virtuelle Welt die richtige. Denn alles läuft online ab. Selbst der Schulunterricht ist digital. Luna hat nie damit gerechnet, erfolgreich zu werden. Schließlich ist sie eine Verweigerin. Doch als sie von der Firma PareCo für einen heißbegehrten Job ausgewählt wird und sich doch in die Virtuelle Welt begeben muss, merkt sie, dass sie sich in einem verstrickten Netz voller Intrigen und Lügen befindet. Wem kann sie noch trauen? Dem Hacker Gecko? Der alten Freundin ihrer verstorbenen Mutter, Tempo? Und was ist das wahre Ziel von PareCo? Luna muss sich alleine durchschlagen, um die Wahrheit herauszufinden. Dabei stößt sie auf grauenhafte Geheimnisse, findet aber auch gute Freunde.

 „Mind Games“ von Teri Terry ist in der Ich-Perspektive geschrieben – aus der Sicht der Protagonistin Luna. Ich persönlich finde, dass das Buch sehr spannend und interessant geschrieben ist. Ich konnte nicht aufhören, mit Luna mitzufiebern und wurde so manches Mal in die Irre geführt. Das Buch ist voller Geheimnisse und Mysterien, die viel komplizierter sind, als man anfangs dachte. Plötzlich erscheinen die Bösen gut zu sein und die Guten böse – eine klare Grenze kann man bis zum Schluss kaum erkennen. Das macht die Geschichte sehr spannend und packend.

Die Charaktere erscheinen mir alle lebendig und gut durchdacht – niemand ist perfekt, was sie menschlich macht. Manche Charaktere, die mir am Anfang sympathisch waren, erleben so eine Wandlung, dass sie mir am Ende wirklich unsympathisch vorkamen – doch auch das konnte ich sehr gut nachvollziehen und machte das Buch noch spannender.

Allerdings kam es mir am Ende ein wenig gehetzt und verwirrend vor. Es hatte lange gedauert, überhaupt die Wahrheit zu finden, und dann löst sich alles in ein paar Minuten. Trotzdem ist das Ende sehr schön. Ich empfehle das Buch jedem, der gerne von Rätseln, Intrigen und Geheimnissen liest.

Mind Games, Teri Terry, Coppenrath, ab 14 Jahren, ISBN: 978-3-6496-6712-4, 17,95 Euro.

Bewertung:

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Das Amulett der Ewigkeit

Lese-Tipp von Lina, 13 Jahre:

Cover AmulettLondon 1851: Die schwarzen Schatten verfolgen ihn. Sie jagen Christopher, der ein geheimnisvolles Amulett überbringen soll, durch die dunklen Gassen. Dennoch gelingt es ihm, das Schmuckstück in den Buchladen zu liefern und zu verstecken. Aber dann ist es eines Tages verschwunden!

London 2014: In einem Antiquariat findet Christine das Amulett. Und eine seltsame Botschaft. Heimlich steckt sie es ein – und hinterlässt ebenfalls eine Nachricht. Über diese versteckten Botschaften bleiben die beiden in Kontakt. Und merken lange nicht, dass mehr als ein Jahrhundert sie trennt – ebenso wenig wie, dass sie längst Teil eines gefährlichen Spiels sind. Denn die Dämonin Asmodea braucht nur einen Kuss von zwei Verliebten, um wieder auferstehen zu können. Und Christine und Christopher wären für diese Rollen perfekt geeignet. Bleibt nur das Problem mit der Zeit …

Ich finde das Buch spannend, weil die Geschichte in zwei verschiedenen Zeiten spielt, und ich immer ein bisschen mehr wusste, als die beiden Protagonisten zusammen. Die Optik ist sehr schön gestaltet: Die Geschichte der beiden Hauptfiguren ist in jeweils in einer anderen Schriftart gedruckt, sodass man sie gut auseinanderhalten kann. Es ist eine Geschichte über Freundschaft, Liebe mit einem kleinen bisschen Geschichte.

Das Amulett der Ewigkeit, Susanne Glanzer, Thienemann, ab 12 Jahren, ISBN: 978-3-5222-0213-8, 14,99 Euro.

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17 Briefe oder der Tag, an dem ich verschwinden wollte

Lese-Tipp von Lucia, 15 Jahre:

Cover 17 BriefeLine hält es nicht mehr aus. Jedes Mal, wenn ihr Vater zu Hause ist, hat er etwas an seiner Familie auszusetzen. Lines Mutter vergisst das Salz im Essen, ihre kleine Schwester Anna isst zu viel Süßes und Line ist sowieso an allem Schuld. Als Line 18 Jahre alt ist, steht ihr Entschluss fest: Sie will von zu Hause abhauen. In einen anonymen Brief schreibt sie ihre Gedanken und versteckt ihn unter einem Stein am Bach.

Niemals hätte sie gedacht, dass jemand diesen Brief finden würde! Und ihr auch noch zurückschreibt! Der Schreiber berichtet von seiner magersüchtigen Schwester Vera, seiner egoistischen Mutter und der Beziehung zu seiner Freundin, die ihm so falsch vorkommt. Was Line nicht weiß: Der Briefschreiber ist Anton aus ihrer Klasse – und auch Anton ahnt nicht, wem er da schreibt.

“17 Briefe oder der Tag an dem ich verschwinden wollte“ wird abwechselnd aus Antons und Lines Sicht erzählt. Dadurch kann man sich sehr gut in die beiden hinein fühlen und ihre Probleme verstehen. Auch die anderen Charaktere sind gut ausgearbeitet. Insbesondere wird zum Beispiel die schwierige, scheinbar aussichtslose Situation von Vera verständlich dargestellt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es ziemlich gefühlvoll geschrieben ist und man gut mit den Charakteren mitfühlen kann. Einige Szenen sind traurig, aber dadurch wird die Geschichte noch spannender, weil man hofft, dass alles gut ausgeht.

Ich würde das Buch allen ab 12 Jahren empfehlen, die emotionale Bücher mögen. Es ist wahrscheinlich eher eine Geschichte für Mädchen, die aber auch Jungen gefallen würde.

17 Briefe oder der Tag an dem ich verschwinden wollte, Karolin Kolbe, planet girl, ab 12 Jahren, ISBN: 978-3-5225-0452-2, 9,99 Euro.

Bewertung:

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Zwillingsherz

Lese-Tipp von Lara, 15 Jahre

Ein Unglück auf einem reißenden Fluß. Zwei Brüder. Nur einer überlebt. Seit jenem schicksalhaften Tag fühlt sich Ned, als sei sein Herz geteilt. Wann immer er versucht, ein Wort zu sagen, kommt es höchstens als zerrissenes Bruchstück heraus. Es ist, als würden zwei Seelen in seiner Brust wohnen.

ZwillingsherzNed gilt als der Trottel in seinem Dorf. Er kann nicht richtig sprechen, nicht schreiben und scheint für nichts gut zu sein. Für seine Mutter – die Hexe – macht er kleine Besorgungen, doch sein Vater traut ihm nicht zu, in der Werkstatt zu arbeiten. Dann aber greift ein Banditenkönig das Dorf an – und ausgerechnet Ned muss den Topf voller wilder Magie beschützen.

Auf seiner Flucht vor den Räubern trifft Ned auf einen zahmen Wolf und das Waldmädchen Áine. Bald verbindet die drei eine enge Freundschaft  – aber auch eine schwierige Aufgabe: Können sie verhindern, dass ein Krieg zwischen der Armee der Königin und dem Verbündeten des Banditenkönigs ausbricht? Zumal Ned die Magie nicht kontrollieren kann. Und Áine scheint nicht die zu sein, für die sie sich ausgibt.

Das Buch ist an sich sehr schön geschrieben, auch wenn es manchmal zu verwirrend war. Die Geschichte von Freundschaft, Abenteuer und Magie war sehr spannend und ich konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Die Nebengeschichte, die vom Ursprung der Magie handelt, ist allerdings eher verwirrend. Wer sich davon nicht stören lässt, kann sich auf eine spannende Geschichte freuen.

Zwillingsherz, Kelly Barnhill, bloomoon, ab 12 Jahren, ISBN: 978-3-8458-0958-8, 14,99 Euro.

Das Buch kann in der Stadtbücherei Bornheim ausgeliehen werden!