17 Briefe oder der Tag, an dem ich verschwinden wollte

Lese-Tipp von Lucia, 15 Jahre:

Cover 17 BriefeLine hält es nicht mehr aus. Jedes Mal, wenn ihr Vater zu Hause ist, hat er etwas an seiner Familie auszusetzen. Lines Mutter vergisst das Salz im Essen, ihre kleine Schwester Anna isst zu viel Süßes und Line ist sowieso an allem Schuld. Als Line 18 Jahre alt ist, steht ihr Entschluss fest: Sie will von zu Hause abhauen. In einen anonymen Brief schreibt sie ihre Gedanken und versteckt ihn unter einem Stein am Bach.

Niemals hätte sie gedacht, dass jemand diesen Brief finden würde! Und ihr auch noch zurückschreibt! Der Schreiber berichtet von seiner magersüchtigen Schwester Vera, seiner egoistischen Mutter und der Beziehung zu seiner Freundin, die ihm so falsch vorkommt. Was Line nicht weiß: Der Briefschreiber ist Anton aus ihrer Klasse – und auch Anton ahnt nicht, wem er da schreibt.

“17 Briefe oder der Tag an dem ich verschwinden wollte“ wird abwechselnd aus Antons und Lines Sicht erzählt. Dadurch kann man sich sehr gut in die beiden hinein fühlen und ihre Probleme verstehen. Auch die anderen Charaktere sind gut ausgearbeitet. Insbesondere wird zum Beispiel die schwierige, scheinbar aussichtslose Situation von Vera verständlich dargestellt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es ziemlich gefühlvoll geschrieben ist und man gut mit den Charakteren mitfühlen kann. Einige Szenen sind traurig, aber dadurch wird die Geschichte noch spannender, weil man hofft, dass alles gut ausgeht.

Ich würde das Buch allen ab 12 Jahren empfehlen, die emotionale Bücher mögen. Es ist wahrscheinlich eher eine Geschichte für Mädchen, die aber auch Jungen gefallen würde.

17 Briefe oder der Tag an dem ich verschwinden wollte, Karolin Kolbe, planet girl, ab 12 Jahren, ISBN: 978-3-5225-0452-2, 9,99 Euro.

Bewertung:

BücherwurmBücherwurmBücherwurmBücherwurmBücherwurm

 

 

Das Buch kann in der Stadtbücherei Bornheim ausgeliehen werden!