Schneegestöber

Lese-Tipp von Imke, 11 Jahre

Cover SchneegestöberWeihnachtsferien auf einer kleinen Hallig – für Leonie heißt das Langeweile pur. Doch als ihr reicher Onkel Lothar seine neue Flamme Sabrina mitbringt geht so einiges schief. Als Leonie und ihre Cousine Sünje ein Gespräch zwischen den beiden belauschen, beschleicht sie ein ungeheurer Verdacht: Will Sabrina ihre Oma loswerden? Als Weihnachten tatsächlich ihre Oma verschwindet, verraten sie ihrer Familie, dass sie in Sabrinas Zimmer herum geschnüffelt haben. Und die Kleidung von Grizabella ebenso wie ein Anmeldeformular für ein Altenheim entdeckt haben. Die Familie macht sich sofort auf die Suche.

Mir hat das Buch nicht so gut gefallen, weil die Handlung in die Länge gezogen wird. Bis zur Seite 190 kommt so gut wie keine Spannung auf. Da das Buch aber nur 233 Seiten hat, war es ganz schön langweilig. Zudem erfährt man recht wenige Details über die Personen. Der Klappentext weckt völlig falsche Erwartungen, nur die Hälfte davon stimmt mit dem Inhalt überein. Auch den Titel finde ich unpassend, denn Schneegestöber gibt es nur ein Mal im Buch. Und „Der Tag als Oma Grizabella verschwand“ ist nur Inhalt von ca. 20 Seiten.  Meine Altersempfehlung ist für Kinder von 7 bis 9 Jahren.

Schneegestöber, Patricia Schröder, Coppenrath Verlag, ISBN: 9783649667827, 10 bis 12 Jahre, 9,95 Euro.

Bewertung:

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Das Buch kann in der Stadtbücherei Bornheim ausgeliehen werden!

Chris der Größte RETTER aller Zeiten

Lese-Tipp von Thomas, 13

Cover ChrisChris ist ein Superretter – er rettet wirklich alles und jeden. Doch als seine Klasse mitten im Schuljahr einen neuen Schüler bekommt, droht Chris erstmals zu scheitern. Titus ist irgendwie komisch, bleich und hat Augenringe. Chris versucht, sich mit ihm anzufreunden, um mehr über ihn heraus zu finden.  Doch Titus spricht nicht mit ihm.  Und dann beobachtet Chris, wie Titus einen kleinen Jungen entführt …

Ich fand das Buch gut, man kann sich gut in die Geschichte hineindenken. Es ist eine sehr schöne Geschichte mit ein bisschen Spannung und Drama, also sehr schön zu lesen. Allerdings fand ich den Schreibstil des Autors zum Teil etwas verwirrend.

 

Chris der Größte RETTER aller Zeiten, Salah Naoura, BELTZ&Gelberg, ISBN: 978-3-407-81198-1, ab 11 Jahren, 12.95 Euro.

Bewertung:

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Das Buch kann in der Stadtbücherei Bornheim ausgeliehen werden!

Wo geht´s lang, GIRLS?

Lesetipp von Martha, 12 Jahre:

MinteKoenig_Girls_29.inddEigentlich sollte Lotte glücklich sein, denn seit ihre Eltern sich getrennt haben, hat sie fast alles doppelt: zwei Zimmer, zwei Haustiere, zwei Kleiderschränke und sogar zwei beste Freundinnen. Stine und Hanna beneiden sie zwar um ihr tolles Doppelleben, wollen ihr aber auch bei der Wiedervereinigung ihrer Eltern helfen. Doch das Projekt wird gestört als die eigensinnige, wie seltsame Céline in ihre Klasse kommt und den Mädels ein Rätsel aufgibt …

„Wo geht´s lang, GIRLS?“ ist ein durchschnittliches Mädchenbuch. Es wird aus der Sicht der 11-jährigen Lotte erzählt, weswegen kann ich mich gut in Lottes Gefühle und Gedanken hineinversetzten kann.

Der Klappentext ist zwar schön geschrieben, jedoch weckt er falsche Erwartungen über das Buch, denn es geht in Lottes Geschichte weniger um die Wiedervereinigung der Eltern, als um die neue Mitschülerin.

Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es eine Art Traum von Lotte, der in der Welt ihres Lieblingsfilmes „Elysium“ stattfindet. Ich finde diese Träume komplett irrelevant, da sie nichts mit der wirklichen Handlung des Buches zu tun haben.

Man sollte das Buch lesen, wenn man zwischen 9 und 11 Jahren ist. Lotte ist mir zwar sympathisch,  lässt sich nur leider öfters von ihren Freundinnen umstimmen, etwas nicht zutun, wenn sie eine gute Idee hat. Mir ist das Buch einfach zu kindlich, aber ich bin mit meinen 12 Jahren wahrscheinlich auch nicht ganz die Zielgruppe.

Wo geht’s lang, GIRLS?, Bianka Minte-König, planet girl, ISBN: 978-3-522-50447-8, 10 bis 13 Jahre, 9,99 Euro.

Bewertung:

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Das Buch kann in der Stadtbücherei Bornheim ausgeliehen werden!

Djihad Paradise

Lese-Tipp von Lea, 15 Jahre:

Cover DjihadEs ist eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, aber nicht von Romeo und Julia, sondern von Romea und Julian. Die beiden wollen zusammen abhauen, denn es hält sie nichts mehr in ihrem alten Leben. Doch nachdem Julian im Gefängnis landet, gerät er immer tiefer in die Fänge des Islamismus.

Das Buch ist sehr einfach durch die Jugendsprache zu lesen. Ich finde die Geschichte gut und spannend, denn sowas liest man normalerweise nicht.

Das Buch regt viel zum Nachdenken an, denn es ist ein spannendes und aktuelles Thema. Das  fand ich besonders gut an dem Buch.

Es wurde abwechselnd aus der Sicht von Romea und Julian geschrieben. Das konnte man leicht erkennen, denn ein Wechsel wurde durch R oder J deutlich. Dadurch, dass es aus beiden Sichten beschrieben, wird weiß man immer wie die Person es wahr nimmt und wie sie sich dabei fühlt. Die Charaktere sind ganz nett, aber ich fand, dass diese nicht gut genug ausgearbeitet waren. Das fand ich sehr schade.

Ich empfehle das Buch Leuten, die gerne mehr über den Islam erfahren wollen oder die gerne mal eine außergewöhnliche Liebesgeschichte lesen wollen.

Djihad Paradise, Anna Kuschnarowa, GULLIVER von BELTZ und Geldberg, ISBN: 978-3-407-74658 , ab 14 Jahren, 8,95 Euro.

Bewertung:

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Nur drei Worte

Lesetipp von Lucia, 16 Jahre

Cover Nur 3 WorteSimon kennt Blues Charakter, er weiß, dass sie beide 17 Jahre alt sind und auf dieselbe Schule gehen, doch er weiß nicht, wie Blue wirklich heißt. Seid die beiden sich im Internet kennen gelernt haben, tauschen sie sich in Emails über die persönlichsten Dinge aus und Simon merkt, dass er mehr als nur Freundschaft für Blue empfindet. Sie sind beide schwul, aber davon weiß bis jetzt noch niemand, nicht einmal ihre Familien und ihre engsten Freunde. Doch dann gerät eine der E-Mails in die falschen Hände …

Natürlich geht es in dem Roman um das Thema Homosexualität, aber vor allem geht es um  Liebe, ums Erwachsenwerden und um Toleranz in der Gesellschaft. Auf den ersten Blick hält man „Nur drei Worte“ für einen gewöhnlichen Liebesroman zwischen einem Mädchen und einem Jungen. Denn Blue ist nur ein Deckname in den E-Mails, der genauso gut zu einem Mädchen gehören könnte. Nur das Titelbild, auf dem zwei blaue Figuren auf einer Schaukel zu sehen sind, deutet darauf hin, dass der Roman von zwei Jungen handelt.

Die Kapitel bestehen abwechselnd aus versendeten E-Mails und Erlebnissen, über die Simon aus der Ich-Perspektive berichtet. Dadurch kann man sich sehr gut in ihn hineinversetzen und mit ihm mitfühlen. Auch die anderen Charaktere hat Becky Albertalli sehr individuell ausgearbeitet, sodass man jeden von ihnen genau kennen lernt.

Simon ist ein eher zurückhaltender, aber dafür ehrlicher und liebenswürdiger Junge. Er lebt mit seinen Eltern und seinen Schwestern Nora und Alice in Creekwood in den USA und geht dort auf die High-School. In seiner Freizeit spielt er begeistert Theater und trifft sich mit seinen Freunden Leah, Abby und Nick. Seine E-Mails schreibt er unter dem Decknamen Jaques. Er beschreibt Blue als witzig, intelligent und ebenfalls zurückhaltend.

Dem unkomplizierten, anschaulichen Schreibstil der Autorin kann man gut folgen. Sie schreibt nicht kitschig, sondern lebendig und emotional. Was ich gut fand: Auch wenn Simon und Blue vor ganz besonderen Problemen stehen, ist ihre Geschichte doch eine ganz normale, besondere Liebesgeschichte.

Nur drei Worte, Becky Albertalli, Carlsen, ISBN: 978-3-551-55609-7, ab 14 Jahren, 16,99 Euro.

Bewertung:

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